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Das kleine Garten 1x1: Draussenaktivitäten gegen Langeweile

Von: Anne Hörz 09.04.2020 00:00
Das kleine Garten 1x1: Draussenaktivitäten gegen Langeweile

Ein farbenfroher und vielseitiger Garten lässt das Herz aller Hobbygärtner und -gärtnerinnen höher schlagen und besonders in Corona-Zeiten ist ein Garten nicht nur eine nützliche Beschäftigungstherapie, sondern auch eine kleine Wohlfühloase wo Natur, frische Luft und die ersten Sonnenstrahlen einfach genossen werden können.

Rasenpflege

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Im April gilt es den Grundstein für einen saftigen und dichten Rasen zu legen, doch dies bedarf einiges an Arbeit. Laubreste sollten zusammengerächt, Maulwurfhügel geglättet und eventuell entstandenes Moos per Vertikutierung entfernt werden. Vertikutieren bedeutet den Boden anzuritzen, sodass eine bessere Belüftung entsteht und das Gras neue Kraft für den kommenden Wachstumsschub sammeln kann. Weiter sollte an kahle Erdstellen frisches Gras gesät werden, aber auch der ein oder andere Farbtupfer wie Gänseblümchen oder Butterblume macht sich auf dem Frühlings- und Sommerrasen hervorragend.
Wissenswertes: Falls Ihr Rasen trotz guter Pflege einfach nicht wachsen will, können Sie auch mit einer gezielten Zufuhr von Kalk oder anderen natürlichen Düngemitteln Ihr Glück versuchen.

Sträucher und Stauden zurückschneiden

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Sobald die goldgelben Blüten der Forsythie die ersten Gemüter erfreuen, ist die Zeit für die grosse Gartenschere gekommen – es sei denn, Sie haben Ihren Garten bereits im Herbst gestutzt. Da im Frühjahr allerdings die Vögel beginnen Ihre Nester zu bauen, sollten Sie zum Schutz der Federtierchen darauf verzichten Bäume, Sträucher und Hecken allzu radikal zu schneiden. Weiter sollten Sie bei Frühjahrsblüher erst die Blüten abwarten, bis Sie zur Schere greifen. Sommer- und Herbstblüher können hingegen nach Herzenslust zurückgeschnitten werden. Vor allem vertrocknete Äste oder von Pilzen oder Mehltau befallene Triebe müssen entfernt werden und die Pflanze selbst sollte dahingehend ab und an überprüft werden. Generell fördert der Rückschnitt die Blüten- und Fruchtbildung, da die Kraft der Pflanze auf weniger Äste und Knospen verteilt wird und so optimal genutzt werden kann. Hortensien sollten Sie beispielsweise nur zaghafter schneiden, wohingegen Lavendel um ein ganzes Drittel gekürzt werden darf. Auch Rosen können im Frühling einen Schnitt gebrauchen, wobei Wild- Strauch- und Kletterrosen nur ausgedünnt werden sollten.
Wissenswertes: Bäume wie Walnuss und Ahorn sollten möglichst nicht im Frühjahr geschnitten werden, da sie in dieser Jahreszeit durch den Schnitt zu viel Flüssigkeit verlieren – warten Sie hierfür besser bis Juni.

Setzlinge anziehen

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Wenn Sie sich im Sommer eigenen Salat, Kräuter und Tomaten schmecken lassen wollen, muss bereits im Frühjahr der Grundstein für diese erfolgreiche Ernte gelegt werden. Das bedeutet Sie müssen die Setzlinge ihres jeweiligen Lieblingsgemüse selbst ziehen und nach erfolgreicher Aufzucht in den Garten umtopfen. Vor allem bei kälteempfindlichen Pflanzen wie Salat, Gurken oder Paprika ist es wichtig die Samen an einem sonnigen und warmen Plätzchen auszusäen und keimen zu lassen. Hierfür empfiehlt es sich sogenannte Anzuchterde zu nutzen, da die Setzlinge in der Anfangszeit keine zusätzlichen Nährstoffe benötigen. Um das bestmögliche Keimergebnis zu erreichen, sollten Sie nach dem Aussäen eine Folie oder eine Art Pflanzenflies über die Erde legen, um für die Samen eine warme und feuchte Umgebung zu schaffen. Wenn Sie regelmässiges Giesen nicht vergessen, können Sie bereits nach einigen Wochen die ersten Keimlinge ins Freie oder in einen grösseren Setzkasten umtopfen – die Ernte rückt nun immer näher.
Wissenswertes: Pflanzen wie Karotten, Spinat oder Rhabarber müssen nicht unbedingt vorkeimen, allerdings sollte auch hier Frost vermieden und regelmässig gegossen werden.

Staudenbeete anlegen

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April und März sind die perfekten Monate, um ein neues Staudenbeet anzulegen, da Bodenfrost immer unwahrscheinlicher wird und die Stauden leichte Temperaturen gut verkraften. Um neue Stauden einzupflanzen sollten Sie mit Spaten oder Harke den Boden oberflächig bearbeiten und eine dünne Schicht Kompost oder Blumenerde auftragen. Die Staude kann nun vorsichtig eingepflanzt werden und benötigt natürlich reichlich Wasser. Wenn Sie bereits grosse Frühjahrsstauden in Ihrem Garten haben, können Sie diese auch teilen: dafür sollten Sie allerdings die Blüten abwarten und erst danach die Staude vorsichtig ausgraben, teilen und in die Erde zurückpflanzen. Farbenfrohe und schöne Frühjahrsstauden sind unteranderem Vergissmeinnicht, Veilchen und Leberblümchen. Im Sommer sind hingegen Sonnenhut, Rittersporn und Bartnelke besonders beliebt.

Ihre Wohlfühloase vorbereiten

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Damit Sie in den kommenden Monaten nicht nur im Garten arbeiten, sondern auch ausgiebig entspannen können, sollte neben den Pflanzen auch Gartenmöbel, Terrasse und co gepflegt werden. So hat sich zwischen den Fugen der Terrasse bereits Gras und Unkraut angesammelt, das Gartenhaus beherbergt kaputte oder nicht mehr gebrauchte Gerätschaften und die Gartenmöbel könnten eventuell einen neuen und farbenfrohen Anstrich vertragen. Nutzen Sie die vielen freien Stunden in diesen Wochen und toben Sie sich kreativ aus.

In unserem Blog finden Sie noch weitere interessante Informationen

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Tags: Frühling