Gruselige Halloween-Orte in der Schweiz

Von: Anne Hörz 01.11.2018 08:39
Gruselige Halloween-Orte in der Schweiz

Gruselmasken, aufgemalte Narben und schief grinsende Kürbisse – ist das gruselig? Wir wollen Ihnen passend zu Halloween natürliche Grusel-Orte in der Schweiz zeigen, die nicht nur gruselig, sondern auch mystisch sind und auf vergangene Jahre und Jahrtausende hindeuten. Ruinen im morgendlichen Nebel, tausend Jahre alte Sonnenkalender oder sagenumwobene Bäume sind doch vor allem um Halloween einen Ausflug wert...

Sanatorium bei Quinto

Wenn Sie sich in den Nordtessin nahe bei Piotta auf Wanderung begeben, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass sich vor Ihnen aus dem Nebel das verlassene Gebäude des Sanatoriums Quinto schält. Schaurig schön schmiegt es sich an den Berghang und ist der Inbegriff von Vergänglichkeit – schön und gruselig zugleich. Das Sanatorium ist im verspielten Jugendstil erbaut, besitzt 76 Krankenzimmer und war vor allem von Tuberkulosekranken besetzt. Nach dem ersten Weltkrieg wurde es nur noch als Militärspital genutzt, jedoch war die Schliessung 1961 unumgänglich. Seitdem ranken sich viele Gruselgeschichten um diesen verlassenen Ort. Zu den bekanntesten gehören medizinische Experimente, die von Ärzten nach der Schliessung durchgeführt worden sein sollen aber auch ein Poltergeist treibt laut Legende sein Unwesen, um die Ruinentouristen zu vertreiben. Folgen Sie passend zu Halloween den Gruselspuren des Sanatoriums und machen Sie eine Reise in die Vergangenheit.

Magisches Dreieck bei Basel

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Im Dreiländereck bei Basel besitzen mysteriöserweise fünf Berge den Namen „Belchen“ und Spekulationen zufolge sollen vor mehreren Tausend Jahren die Kelten diese Berge als Sonnenkalender genutzt haben – aber wie bloss? Es handelt sich bei dem Magischen Dreieck um eine Erweiterung des sogenannten Belchen-Dreiecks, welches aus drei Fixpunkten besteht, anhand derer die Kelten die astronomischen Jahreszeiten bestimmen konnten. Das Zentrum des Belchen-Systems bildet der Elsässer Belchen in den Vogesen und wenn Wintersonnwende ist geht die Sonne direkt hinter dem Schweizer Belchen im Südosten unter. Umgekehrt sinkt die Sonne bei der Sommersonnwende direkt hinter dem Schweizer Belchen und so dienen die gleichnamigen Berge als Kalender. Dieses Magische Ort, der bereits vor Tausenden von Jahren entdeckt wurde ist vor allem zur Sommer- oder Wintersonnenwende ein Ausflugsziel wert und am 21.12.2018 können Sie auf dem Schweizer Belchen nicht nur einen atemberaubenden Panoramablick geniessen, sondern auch den Sonnenaufgang mit direkter Beleuchtung des Elsässer Belchen.
Wissenswertes: Der Name Belchen ist mit grosser Wahrscheinlichkeit eine Abwandlung des keltischen Lichtgottes Belenus.

Die Linner Linde

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Im 16. Und 17. Jahrhundert wütete die Pest in Linn im Kanton Argau besonders stark. Viele Menschen starben und wurden an einem bestimmten Platz etwas ausserhalb des Dorfes begraben. Damit die Pest tief in der Erde verschlossen bleibt und nie mehr ausbrechen kann, wurde eine Linde auf die Gräber gepflanzt und diese ist heute zu einem stattlichen Baum mit einer Grösse von 25 Metern und 11 Metern Stammumfang herangewachsen. Vor diesem sagenumwobenen „Pest-Tor“ können Sie sich bei Linn gruseln, jedoch scheint die Linde mehr idyllisch und mächtig statt gruselig. Eine weitere Sage um den stattlichen Baum besagt, dass die Welt untergehen würde, sobald die Linde nicht mehr einmal im Jahr ihren riesigen Schatten auf das Schloss Habsburg werfe. Doch überzeugen Sie sich selbst von der Linner Linde – ganz nebenbei ist Linn auch ein schönes Städtchen welches zum Verweilen einlädt.

Burgruine Tschanüff

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Umgeben von karger Vegetation, steilen Felsen und geschichtlicher Atmosphäre thront die Ruine Tschanüff auf ihrem Berg. Bestehend aus Hauptburg, Turm, Wohntrakt und Nebengebäuden war die Burg einst imposant und herrschaftlich, jedoch ist heute nicht mehr allzu viel davon übrig. Mystisch ist der Ort dennoch und laut einer Sage des letzten Ritters der Burg sind es die Tränen einer Fee die die naheliegende Quelle Funtana Chistagna zu bestimmten Zeiten stärker sprudeln lassen. Der Ritter nämlich betrog seine Frau mit jener Fee und als Ihn seine Gattin zur Rede stellte versprach er die Fee nicht mehr zu besuchen. Daraufhin wurde jedoch ihr Fluch wirksam und der Ritter wie auch seine Söhne starben jung. In Trauer darüber weinte die Fee immer zu jener Zeit, zu der sie den Ritter erwartet hatte.
Gastronomie gibt es leider nicht auf der Burgruine, jedoch kann man sich im nahe gelegenen Örtchen Ramosch stärken und wer länger an diesem Ort verweilen möchte, kann einige Tage im Gruppenhaus Ramoschin verbringen und Natur pur geniessen.

Verlassenes Dorf la Presa

Im Bavontal im Tessin entdeckte der 64-jährige Architekt Germano Mattei einen Schatz. Denn vor über 400 Jahren flohen die Bewohner des Dorfes La Presa vor einem Erdrutsch in das nahegelegene Dorf San Carlo und kehrten nie wieder zurück. Über die Jahre eroberte die Natur Häuser, Ställe und Kirche zurück und verwandelte das kleine Dorf in einen verwunschen Märchengarten. Der italienische Architekt befreite das Dorf weitgehend von den Fängen der Natur, doch noch immer sind die Spuren der Zeit deutlich sichtbar.
Das Bavontal ist von Locarno aus mit Bus oder Auto in ungefähr einer Stunde zu erreichen und von San Carlo aus fährt eine Seilbahn hinauf nach Robiei von wo aus Sie Wanderungen zum mächtigen Basòdino-Hanggletscher oder den umliegenden Seen unternehmen können.


Wir wünschen Ihnen eine aktive Zeit und viel Spass beim Gruseln.

In unserem Blog findest Du noch weitere interessante Informationen

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Tags: Herbst