Happy durch den Herbst und Herbstblues vorbeugen

Von: Anne Hörz 26.10.2018 09:01

Die Tage werden kürzer, die Sonne lässt sich seltener blicken und das Stimmungstief wird schleichend grösser. Herbstblues wird dieses Gefühl der Antriebslosigkeit und Müdigkeit genannt, sobald der Himmel grauer wird und der Sonnen- und Lichtmangel uns zu schaffen macht. Wir wollen Ihnen hier einige Tipps an die Hand geben, mit denen Sie dem Herbstblues entgegenwirken können – unser Motto lautet daher: happy durch den Herbst.

Wie kann Herbstblues entstehen?

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Bei Lichtmangel kann unser Hormonhaushalt durcheinandergebracht werden. Das sogenannte Schlafhormon Melatonin wird vermehrt ausgeschüttet und das fehlende Sonnenlicht kann zudem zu einem ausgeprägten Vitamin-D Mangel führen. Eine weitere Komponente des Herbstblues hängt mit der Ausschüttung des Glückshormons Serotonin zusammen, welches durch den herbstlichen Lichtmangel unter Umständen zurückgefahren werden kann. Wenn dies alles zusammenkommt, fühlen wir uns immer öfters müde und antriebslos, wird jedoch nichts dagegen unternommen, können sich diese Symptome über einen „kleinen Herbstblues“ hinaus ausdehnen und zu schwerwiegenderen Stimmungstiefs führen. Um dieser Ausprägung vorzubeugen und entgegenzuwirken, wollen wir Ihnen einige Tipps und Tricks an die Hand geben, damit sie happy durch den Herbst kommen.

Licht und Bewegung

Um dem Herbstblues entgegen zu wirken und ihn zu bekämpfen, empfiehlt es sich so viel wie möglich draussen zu sein und Licht sowie die letzten Sonnenstrahlen zu tanken. Nicht nur die frische Luft und die Bewegung an sich lassen uns Ruhe finden und glücklicher werden, auch unser Körper freut sich über das Sonnenlicht, da er so mehr Serotonin erzeugen kann, was wiederum dem Stimmungstief entgegenwirkt. Aus diesem Grund – nichts wie raus ins Freie, auch wenn es an manchen Tagen drinnen gemütlicher erscheinen mag.
Falls die Sonnenzeit noch mehr abnimmt, kann es manchen Menschen auch eine Hilfe sein mit speziellen Lichtherapielampen zu arbeiten oder ab und zu für wenige Minuten ins Solarium zu gehen. (Da Solarium schlecht für die Hautgesundheit ist, sollte dieser Besuch jedoch nicht allzu oft getätigt werden.)

Wärme und genügend Schlaf

Äusserliche Kälte kann uns schnell aufs Gemüt schlagen und diese Kälte sollte bekämpft werden, um happy durch den Herbst zu kommen. Gönnen Sie sich öfters eine heisse Dusche oder geniessen Sie bei einem guten Buch die Zeit in der Badewanne, um sich aufzuwärmen. Probieren Sie vor allem bei der morgendlichen Dusche auch einmal Wechsel-Duschen aus. Es fällt zwar schwer aus der wohligen Wärme des Bettes unter die kalte Dusche zu springen, doch es bringt Ihren Kreislauf in Schwung, Sie fühlen sich danach deutlich fitter und nebenbei beugt es auch noch Erkältungen vor. Als kleiner Zusatz strafft Wechselduschen auch noch die Haut und kurbelt den Stoffwechsel an.
Doch nicht nur innerliche und äusserliche Wärme kann ausschlaggebend für die Vorbeugung des Herbstblues sein, auch genügend Schlaf ist ein wertvolles Gegenmittel, denn mit weniger Tageslicht wird die Ausschüttung des „Schlafhormons“ Melatonin im Körper erhöht. So kann es sein, dass wir mehr Schlaf als zum Beispiel im Frühling oder Sommer benötigen, um fit zu sein und aus diesem Grund, sollten Sie auf die Signale Ihres Körpers hören. Wenn sich also die Müdigkeit meldet, sollten Sie sich vielleicht auch mal bereits um 22 Uhr in die weichen Daunen kuscheln.

Ernährung

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Über die Nahrung kann dem herbstlichen Stimmungstief entgegengewirkt werden. So helfen zum Beispiele Gewürze wie Nelken oder Zimt, da ihre ätherischen Stoffe eine leicht antidepressive Wirkung besitzen. Um sich von innen heraus aufzuwärmen eignen sich ausserdem besonders scharfe und aromatische Gewürze wie Chili, Ingwer oder Kardamom. Ingwer gilt sehr wohltuend als Tee oder in Suppen, wohingegen Chili eigentlich jedem Essen guttut – solange es in Massen benutzt wird.
Tipp: Starten Sie doch einmal mit warmem Porridge statt kaltem Müsli oder Brot in den Tag. Der warme Haferbrei bringt uns in Schwung, wärmt von innen und gibt uns durch die guten Kohlenhydrate und die Süsse des Obstes Energie – noch dazu kann das wärmende Frühstück mit Zimt oder Kardamom abgeschmeckt werden.

Das richtige Getränk

Tee wärmt nicht nur den Körper von innen auf, sondern auch die Seele. Er gibt ein Gefühl der Geborgenheit und wenn Sie das richtige Kraut oder Pflänzchen zu sich nehmen, hat dies auch noch besondere Wirkungen gegen das Herbststimmungstief. Johanniskraut und Hopfen zum Beispiel sorgen für Entspannung, Lavendel lässt uns durchschlafen und Baldrian lässt nervöse Unruhen, Angstzustände und sogar Panikattacken schwinden. Natürlich sind auch Kräutermischungen mit Melisse, Minze oder Kamille wohltuend.

Saunieren

Ordentlich schwitzen und dann ins kalte Nass abtauchen? Das hört sich nicht nur für Herbstliebhaber gut an, sondern auch Menschen, die die tageslichtärmeren Tage scheuen, kommen bei einem Saunagang auf Ihre Kosten. Mit regelmässigen Saunieren tuen Sie Körper und Seele etwas Gutes. Sie können abschalten und die Wärme beziehungsweise die Abwechslung von heiss zu kalt lässt Sie entspannen. Saunieren ist jedoch nicht für jedermann geeignet, da es bei Herzproblemen, einem grippalen Infekt oder Blutdrucks-Beschwerden zu Komplikationen kommen kann. Um sicher saunieren zu können, sollten Sie entweder Ihren Hausarzt zu Rate ziehen oder sich langsam an die Sauna herantasten.



Wir hoffen wir konnten Ihnen den ein oder andern Tipp zu Vorbeugung liefern und Sie anregen so viel Sonne wie möglich zu tanken. Wer jedoch länger unter einem Stimmungstief leidet, sollte unbedingt einen Arzt aufsuchen und sich professionelle Hilfe holen.

Wir wünschen einen gesunden und fitten Happy-Herbst!

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Tags: Herbst