Rennrad vs. Mountainbike

Von: Lara Balzer 02.05.2022 00:00
Rennrad vs. Mountainbike

Das eine filigran und aerodynamisch, das andere gefedert und mit breitem Lenker – Rennräder und Mountainbikes könnten nicht unterschiedlicher sein.
Trotzdem sind beide im jeweiligen Gelände ideal für Training, Spass und Wettkämpfe.
Welches Rad für welches Terrain ideal geeignet ist, erfährst Du hier im nächsten gruppenhaus.ch Magazin Artikel.

Das Rennrad – für die Schnellen.

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Das Rennrad ist ein leichtes und aerodynamisches Rad und eignet sich hervorragend für lange Strecken auf ebenem Untergrund.
Reifen
Da man mit dem Rennrad meistens auf der Strasse unterwegs ist, sind die Reifen auf wenig Widerstand ausgelegt. Sprich, die Reifen sind lediglich 23 bis 28 mm breit und haben wenig Profil. Der empfohlene Luftdruck für Personen bis 70 kg ist zwischen 5,5 und 6,4 Bar – der Wert variiert je nach Radbreite, Radtyp (Schlauchreifen/Tubeless-Reifen), Strassen- und Wetterbedingungen und Gewicht. Das Hinterrad wird dabei etwas stärker aufgepumpt.
Bremsen
Die meisten Hersteller bieten Scheiben- sowie Felgenbremsen. Der Unterschied?
Felgenbremsen sind ideal für leichte Fahrer, die im flachen Gelände unterwegs sind, während Scheibenbremsen bestens geeignet sind für schwerere Fahrer im hügeligen Gelände.
Sitzposition
Wie sportlich Du auf dem Rennrad sitzt, hängt ganz von Deinem Rad ab. Das kannst Du anhand des Stack-to-Reach Wertes erkennen. Willst Du also sportlich gestreckt auf dem Rad sitzen, ist ein Wert kleiner als 1,45 ideal für Dich. Werte zwischen 1,45 und 1,55 sind im mittleren Bereich und Werte grösser als 1,55 sind ideal, wenn du ein Rad mit komfortabler Geometrie suchst.

Das Mountainbike – für die Mutigen

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Ideal für unebenes Gelände ist das Mountainbike. Egal ob Schotterweg, Wurzeltrail, steinige Passagen oder sogar Sprünge – das Mountainbike liebt das fordernde Terrain.
Reifen
Auf dem Mountainbike sind breitere Profilreifen ab 2’’ Zoll ideal. Zudem kannst Du zwischen 27,5’’ Zoll und 29’’ Zoll Reifen wählen. Je kleiner der Radius, desto besser geht es noch bergauf, aber der grössere Reifen läuft ruhiger. Der empfohlenen Luftdruck für Personen bis 70 kg ist zwischen 1,8 und 2,6 Bar – der Wert variiert je nach Radbreite, Radtyp (Schlauchreifen/Tubeless-Reifen), Strassen- und Wetterbedingungen und Gewicht. Das Hinterrad wird dabei etwas stärker aufgepumpt.
Bremsen
Beim Mountainbike hat sich klar die Scheibenbremse durchgesetzt, da diese bei jedem Wetter und Schmutz noch zuverlässig bremst. Je nach Biketyp ist eine einfache, mechanisch betätigte Scheibenbremse montiert oder eine hydraulisch betätigte.
Federung
Der Hub von Federgabel und Dämpfer ist je nach Bikemodell unterschiedlich. Ziel ist, Unebenheiten abzufedern und für eine gute Traktion in jedem Gelände zu sorgen.
Kurz: je mehr Federweg, desto mehr wird abgefedert.
So hat beispielsweise ein Hardtail für leichtes Gelände einen Federweg von ca. 100mm vorne. Fullys für Touren haben zwischen 120 und 140mm Federweg (gemässigtes Gelände) und Enduros für mittelschweres bis alpines Gelände zwischen 150 und 180mm. Ein Downhillbike für Sprünge und sehr wurzelige Abschnitte hat hingegen einen Federweg zwischen 180 und 240.

Rennrad oder Mountainbike - welches Bike passt zu Dir?

Gute Frage… beiden passen :)
Das Rennrad ist ideal für den Konditionsaufbau, der durch Intervall- und Trittfrequenztraining auf die Spitze getrieben werden kann. Die Kondition vom Rennrad kommt Dir dann auf dem Mountainbike zugute. Zudem kannst Du auf dem Mountainbike Deine Fahrtechnik, Bikebeherrschung und die wechselnde Belastung je nach Topografie trainieren.
Tipp:
Um Deinen Geldbeutel zu schonen, kannst Du etwas mehr in die Qualität Deines Lieblingsbikes stecken. Für die Radler, die also lieber auf die Trails gehen, empfiehlt sich ein hochwertiges Moutainbike und ein gutes, aber günstiges Rennrad. Oder eben andersrum :)

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