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Schneeschuhwanderung am Teufelstättkopf

Von: Anne Hörz 12.03.2019 00:00
Schneeschuhwanderung am Teufelstättkopf

Tief in unberührte Schneelandschaften eintauchen und abseits der gängigen Wanderwege die Winternatur geniessen – das funktioniert am besten mit einer Schneeschuhwanderung: Über den Ammergauer Alpen thront auf knapp 2000 Höhenmetern der Teufelstättkopf und er ist der höchste Punkt der beliebten Schneeschuhwanderung bei Unterammergau. In fünf Stunden können Sie den steilen Gipfel über das August-Schuster-Haus erklimmen, um noch einmal die Winternatur zu erleben, bevor die ersten Blumen ihren Kopf unter der Schneedecke emporrecken.

Routenbeschreibung

Ausgangspunkt der 10 Kilometer langen Schneeschuhwanderung ist der Pürschlingparkplatz in Unterammergau und sobald Sie sich ihre Schneeschuhe umgeschnallt haben, kann es losgehen. Ihr Weg führt Sie zu Beginn aufwärts die Forststrasse entlang und durch den Wald, bis Sie nach einigen hundert Höhenmetern das Weidegatter der Langenthal-Alm passieren. Nun haben Sie zwei Möglichkeiten das August-Schuster-Haus zu erreichen, wobei sich die beiden Routen in nichts nachstehen. Entweder Sie biegen nach dem Weidegatter links in den Wald und laufen dem breiten Bergrücken folgend an idyllischen Lichtungen vorbei, oder Sie bleiben auf dem gut gekennzeichneten Forstweg. Wenn Sie sich für diese Route entscheiden, sollten Sie sich nach der Alm links halten, bis Sie nach einem weiteren kleinen Anstieg die Josephs-Kapelle erreichen. Danach noch einmal ab in den Wald, und schon blitzt das Dach des August-Schuster-Haus durch die Bäume. Leider hat die Berghütte über Winter geschlossen und macht erst Mitte Mai wieder auf, jedoch lohnt sich die Strecke auch mit Wander- statt Schneeschuhen.
Wer sich nun weiter auf den Gipfel des Teufelstättkopfes traut, sollte gut Acht auf die Schnee- und Wetterbedingungen geben, da das letzte Stück Weg zum Gipfel wirklich anstrengend und nur für Schwindelfreie geeignet ist. Auf dem Sattel zwischen Latschenkopf und Teufelstättkopf geht der Weg weiter, bis Sie unterhalb des steilen Gipfelaufschwungs ihre Schneeschuhe ablegen können beziehungsweise müssen. Die letzten Meter sind drahtseilversichtert und man benötigt Einiges an Kraft, doch die Aussicht lohnt sich: Bei guter Sicht erstreckt sich vor Ihnen ein Panorama der Bayrischen Voralpen, über das Wettersteinmassiv bis hin zu den Allgäuer Alpen.

Haben Sie die Aussicht genug genossen, kann der Abstieg zur Hütte beginnen. Von dort können Sie entweder denselben Weg zum Ausgangspunkt zurückgehen oder Sie nutzen den östlich neben der Hütte liegenden Hang, der eine wahre Freude für Tourenskifahrer(inne)n und Schneeschuhbegeisterte ist. Nach kurzer Zeit stossen Sie bereits auf die Bergwachthütte und die Langenthal-Alm, von wo Ihnen der Forstweg zum Ausgangsparkplatz bestens bekannt ist.

Schneeschuhwandern

Was genau ist eigentlich Schneeschuhwandern? Eine Schneeschuhtour funktioniert eigentlich wie normales Wandern, nur mit etwas breiteren Schuhsohlen. Damit können Sie, anstatt im Schnee einzusinken, sich einfach auf der Schneedecke fortbewegen. Ein weiterer Vorteil gegenüber der normalen Winterwanderungen ist die unberührte, abseits liegende Winterlandschaft, die Sie mithilfe der Schneeschuhe erleben und geniessen können. Sport und Natur werden so in der Schneeschuhtour einzigartig vereint und Sie benötigen zudem keine Vorkenntnisse, um auf Tour gehen zu können.

In unserem Blog finden Sie noch weitere interessante Informationen

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Tags: Winter