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Berggeflüster: Eine Reihe zu den berühmtesten Bergen in der Schweiz, Deutschland und Österreich - die Zugspitze

de: Anne Hörz 14/05/2018 10:25
Berggeflüster: Eine Reihe zu den berühmtesten Bergen in der Schweiz, Deutschland und Österreich - die Zugspitze

In unserem heutigen Berggeflüster flüstern wir Fakten und Geschichten über den höchsten Gipfel Deutschlands – die Zugspitze. Sie gilt mit ihren 2962 Metern als Parade-Aussichtspunkt der Alpen und bei gutem Wetter kann neben den umherliegenden Gipfeln, Felskanten und Bergmassiven sogar ein Vier-Länder-Blick über Italien, Österreich, Deutschland und die Schweiz genossen werden – wenn dieses Ausflugsziel nicht lohnenswert ist!

Fakten über die Zugspitze:

Die Zugspitze ist mit 2962 Metern über dem Meeresspiegel der höchste Berg des Wettersteingebirges und gleichzeitig der höchste Gipfel Deutschlands. Ursprünglich besass das Zugspitzmassiv drei Gipfel: den Ost-, den Mittel-, und den Westgipfel. Heute ist jedoch nur noch der zum Grossteil in Deutschland liegende Ostgipfel vollständig erhalten. Der Mittelgipfel hielt einer Seilgipfelbahn nicht stand und der Westgipfel fiel zum Teil einer Bergsprengung zum Opfer. Da der Westgipfel den heutigen Bergsteiger-Anziehungspunkt ursprünglich um 2 Meter überragte wurde mit dieser Sprengung die heutige Zugspitze zum höchsten Gipfel Deutschlands.
Das Zugspitzmassiv befindet sich zwischen Bayern im Norden und Tirol im Süden und die Landesgrenze verläuft direkt auf dem Westgipfel des Berges. An die Flanken des Massives schmiegen sich die drei Gletscher Nördlicher Schneeferner, Höllentalferner und Südlicher Schneeferner, doch nicht nur Eis und Schnee beherrschen das Massiv. Auch Naturschutzgebiete für Flora und Fauna ziehen sich bis fast auf den Gipfel und bieten Wanderern vor allem in den Monaten Juli und August ein unvergessliches Naturerlebnis.
Der Name des höchsten Gipfel Deutschlands wurde 1590 erstmals schriftlich erwähnt, jedoch noch als Zugspitz. Erst in einer Karte Anfang des 19. Jahrhunderts gab ein hinzugefügtes e der Zugspitze ihren heutigen Namen. Dieser Name leitet sich von sogenannten Zugbahnen im Gebirge ab, die hinter einer Lawine zurückbleiben, wenn Schnee, Eis und Geröll in die Tiefe gerissen werden.

Besteigungsgeschichte:

Die erste Besteigung des schwerbezwingbaren Gipfels erfolgte am 27. August 1820 von dem Vermessungsingenieur Josef Naus, dem Bergführer Johann Tauschel und ihrem Messgehilfen. Als Beweis für Ihre Anwesenheit auf dem Gipfel hinterliessen die drei einen Bergstock mit Tuch, doch ein Gewitter lies die Erstbesteiger schnell wieder ins sichere Tal hinabsteigen. Ausser der schriftlich festgehaltenen Erstbesteigung gibt es viele Mutmassungen von früheren Besteigungen und sogar Überquerungen bis nach Österreich, um Schmuggelware ungesehen transportieren zu können.

Wissenswertes: Zur Hochzeit von Elisabeth von Österreich-Ungarn – im Volksmund Sissi – und Kaiser Franz Joseph I. von Österreich, schenkte der Bräutigam die österreichische Seite der Zugspitze seinem damals neun Jahre alten Vetter Ludwig – das ist doch mal ein Geschenk.

Zugspitze heute:

Heutzutage ist die Besteigung der Zugspitze alles andere als Anstrengung und Gefahr. Zu dem beliebten Ausflugsziel fährt eine komfortable Seilbahn und die jährlich 500000 Besucher und Besucherinnen können auf den mühevollen Anstieg zu Fuss verzichten. Die 2017 errichtete „Seilbahn Zugspitze“ ist die neueste Möglichkeit auf den Gipfel zu gelangen. Sie überwindet vom Bayrischen Eibsee aus bis hin zur Bergstation knapp 2000 Meter und die Besucher können in den bis zum Boden verglasten Kabinen die Schönheiten der Natur,- und Berglandschaft bewundern. Auch von der Tiroler Seite aus müssen Sie nicht zu Fuss gehen, die Tiroler Zugspitzbahn bringt Sie von Ehrwald aus ebenfalls bis auf den Gipfel. Neben den Seilbahnfahrern gibt es aber natürlich auch viele Wanderbegeisterte, die den atemberaubend schönen Anstieg auf sich nehmen und die Berglandschaft durchqueren anstatt sie mit der Seilbahn zu überqueren. Von vier Seiten aus ist es möglich den Gipfel des Zugspitzmassives zu erklimmen und unteranderem besteht sogar noch die Originalroute der Erstbesteigung von Garmisch-Partenkirchen aus – natürlich viel besser ausgebaut.

Wissenswertes: Nicht ganz heute aber doch immerhin vor knapp 10 Jahren balancierte der Schweizer Freddy Nock auf dem Seil der Zugspitz-Gletscherbahn bis auf den Gipfel des Berges – und dies nur mit Balancierhilfe und ohne Sicherung.

Wir wünschen Ihnen viel Spass bei Ihrer nächsten Bergbesteigung und ob zu Fuss oder mit der Seilbahn, die Zugspitze lohnt sich!

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